Mittwoch, 18 09 2019

Poesie

  • Von der Wende
  • Von der Küste
  • Von der Liebe
  • Von der Lust
  • Von Vögeln
  • Von Jahreszeiten

 


Lustreise

Ich reibe deine Wellen,
still mich an deiner Lust,
bin Pferd dir und auch Reiter,
lab mich an deiner Brust.

Erspäh manch neuen Pfad dir,
den du verzückt erklimmst;
die Richtung ich dir weise,
das Tempo du bestimmst.

Ich treibe dich zum Gipfel,
ein duzend mal und mehr;
den höchsten du erklommen,
trott ich dir hinterher.

                                    2010

 

 

 

Wind, Wellen und Meer

Sag, wo komm’ die Wellen her,
was mag sie wohl schieben?
Seewind treibt sie übers Meer,
sie kommen nur beim Lieben.

Wieviel' sind es an der Zahl,
sag mir doch wie viele?
Das ist den Wellen ganz egal,
es zählen nur Gefühle.

Wie man wohl die höchste find,
die allerhöchste Welle?
Die spürt nur der Meereswind,
an der höchsten Stelle.

Und, welche mag die schönste sein,
unter all den schönen?
Das weiß nur das Meer allein,
vielleicht hörst du's am Stöhnen.

Du bist der Wind, die Wellen und das Meer,
in der Liebe Brandung,
verzückt hör ich dich atmen schwer,
zärtlich deine Landung.

                                                               2009/2012 (vertont 2012)

 

 

 

Sommerabend mit dir

Der Abendsonne weiches Licht
gar lieblich dein Gesicht umspielt,
und zärtlich meine Hand die deine fühlt.

Bei Rumbaklang erotisch Rhythmus
entschweben wir der Alltag Macht;
der Tanz hat unsere Leidenschaft entfacht.

Ein Schauer Wellen lässt dein Körper beben,
mit seufzen drückt ins Kissen dein Gesicht;
flieg mir voran, du - Schmetterling im Mondeslicht!

                                                                          1999

 

 

Wollust

Wo sich deine Schenkel finden,
hab' ich meine größte Lust;
meine Hände gleiten zärtlich
hin zu deiner süßen Brust,
und hinab dann, hin zu deinem
runden, wohlgeformten Po;
hab' den Ausgangspunkt gefunden -
Wollust überkommt mich so ...

Himmel und Hölle sind in Bewegung,
meine Gedanken in höchster Erregung,
Gefühle überkomm‘ mich der zärtlichsten Art,
wenn meine Lippen berühr’n dich dort zart.

Welle um Well‘ lässt dein Körper erbeben,
du liegst nicht hier, nein, du scheinst zu schweben,
erklimmst jeden Gipfel auf dem Pfade der Lust.
Ich sich’re den Aufstieg dir, von meiner Basis hier,
Wollust mich verzehrt dabei schier.

                                                       1992/2018 (vertont 2018)